Singing on the Wind - das Buch
Zwei ältere Herren kommen ans Himmelstor, wo sie von Petrus begrüsst werden. Er sieht etwas nachdenklich aus und erklärt ihnen, dass wegen Kürzungen und Sparmassnahmen nur einer der beiden in den Himmel hinein dürfe. Der Gerechtigkeit halber gibt Petrus beiden die Möglichkeit, ihm zu erklären, warum gerade er die Erlaubnis bekommen sollte, einzutreten. „Also“, sagt der Erste, „ich war Dorfpfarrer und habe jeden Sonntag für die ganze Gemeinde gebetet, und da ich ein tugendhaftes Leben geführt habe, bin ich der Meinung, dass ich meinen Platz im Himmel verdiene.“ „Wohl wahr“, sagt Petrus und wendet sich zum anderen, „und was sind Ihre Gründe?“ „Nun“, antwortet der andere, „ich war nur Hornist im Stadtorchester und kann gegenüber einem Pfarrer kaum im Vorteil sein.“ „Ach wirklich“, sagt Petrus, „das waren Sie? Dann bitte schön herein mit Ihnen.“ „Aber wieso denn?“ fragt der Pfarrer erstaunt. „Ganz einfach“, erwidert Petrus, „Sie haben jeden Sonntag für die Gemeinde gebetet, aber während jedes Konzerts hat das ganze Publikum für den Hornisten gebetet.“
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Es ist leider wahr, dass viele Hornisten/Hornistinnen sich grösstenteils auf ihr Glück verlassen. Sie ziehen es vor, ihre Probleme zu ignorieren und üben einfach „mehr", in der Hoffnung, dass sich ihre Probleme von selbst lösen oder einfach verschwinden werden. Was fehlt, sowohl beim „Glück“ als auch beim „mehr üben“, ist ein grundsätzliches Verständnis der einfachen Grundlagen des Hornspiels, welches die Möglichkeit schafft, Probleme selbst zu lösen, oder gar zu verhindern, dass sie überhaupt auftreten. Es gibt viele Bücher mit Etüden in verschiedenen Virtuositätsgraden, aber irgendwann kommt vielleicht auch der talentierteste Hornist an den Punkt, an dem er sich fragt, wie er eigentlich ein „cis" spielt und keine Antwort weiss. Da die meisten Hornisten mit Naturtalent instinktiv spielen, werden sie vermutlich keine Antwort wissen. So lange die instinktive muskuläre Erinnerung das cis immer trifft, braucht man nicht über das „Wie“ und „Warum“ des Horn Spielens nachzudenken. Wenn wir jedoch anfangen, unser cis zu „kieksen“ und das Problem nicht von selbst verschwindet, sind wir mit einer Krise konfrontiert, die auch für unsere Zuhörer offensichtlich sein wird. Es ist möglich, dass Sie nicht immer gleicher Meinung sein werden, wenn Sie die nachfolgenden Kapitel lesen. In diesem Fall sind Sie sich Ihrer eigenen Spieltechnik „bewusst“ und haben Ihre eigenen Ideen darüber entwickelt. Andererseits, wenn Sie hier etwas lesen, was Ihr technisches Bewusstsein stärkt oder sogar ein Problem löst, können wir beide, Autor und Leser, zufrieden sein.
Kritiken
Dieses Buch ist eine Sammlung der Gedanken von Herrn Downing. Vorwiegend über die technischen Aspekte des Hornspiels mit dem Ziel HornistInnen zu zeigen wie sie einen Vergleich machen können mit dem was sie tun und dem was sie wollen. … Ich mag die Prägnanz seiner Ideen, leicht verständlich sowohl für Lehrer als auch für Studenten. Und er nutzt einige äusserst leicht einzuprägende Sätze wie z.B. den Titel um seine Ideen zu vermitteln. Insbesondere gefallen mir seine Ideen wie man Bindungen als Glissandi ansieht, und präzises Spielen als einen Prozess von Atem, Fokus und Spiel im Zusammenhang mit muskulärem Gedächtnis (physisch und das geistige Ohr). Ebenfalls gefällt mir die Idee, dass jeder Aspekt des Spielens, Übens, sich Einspielens, usw. Sinn und Ziel beinhalten sollten. Jeffrey Snedeker, The Horn Call / October 2004
Das Buch ist eine ernsthafte, nachdenkliche Auseinandersetzung in welcher der aufmerksame Leser wunderbar kompakte Ratschläge aus Nigels weitreichender Erfahrung als Spieler und Lehrer finden wird. Manch ein Leser möge wohl einige der Übungen ohne Horn (fürs physische Wohlbefinden, Aufmerksamkeits- und Mentales-Training) besonders interessant finden und könnte sie wohl auch zum ersten Mal lesen. Ich rate jedem diese Übungen auszuprobieren, anstatt sie nur durchzulesen und zu denken:“ Oh das ist aber interessant! Wie das wohl geht?“ Probieren Sie es wirklich aus, mit oder ohne Horn. Bob Ashworth, The Horn Player / August 2004
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